Wirtschaften

Sprecher: Hubert Rhomberg

Was braucht eine Industrie, die energieintensiv arbeitet und dennoch zur Erreichung der Klimaziele beitragen will? Wie wird Innovation forciert? Die österreichische Wirtschaft darf nicht versäumen, auf den Zug in eine energieeffiziente Zukunft zu springen. Dazu zählt auch, die Chancen der Digitalisierung zu erfassen.

Rede mit! Wie kann die Transformation zu einer Industrie und Wirtschaft ohne Ausstoß von CO2 gelingen? Wie kann die Digitalisierung dazu beitragen?
Bis zum 15.2. war es möglich, Stellungnahmen abzugeben. Alle Beiträge fließen in die beiden Klimakonferenzen am 9. März in Wien und am 23. März in Salzburg ein. zur Anmeldung 
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sabagrau
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sabagrau

kurzfristig wird wohl ein realistisches carbon-pricing helfen. längerfristig brauchen wir wege in eine postwachstums-wirtschaft, in der alle – weltweit – gut leben können, ohne den planeten zu plündern. das “grüne wachstum” ist eine illusion. wir brauchen nicht wachstum an sich, sondern das, was sein ziel eigentlich war: wohlstand im sinne von wohl-leben für alle.

dasE0
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dasE0

Volle Zustimmung. Es gibt unzählige Alternativen zum derzeitigen Dogma des ewigen Wirtschaftswachstums. Die meiner Meinung nach ganzheitlichste ist die Gemeinwohl-Ökonomie zum wohle aller.

Die Gemeinwohl-Ökonomie etabliert ein ethisches Wirtschaftsmodell.
Das Wohl von Mensch und Umwelt wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens.
Homepage: https://www.ecogood.org
GWÖ kurz erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=cVFvyd7SmxU

leobard
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leobard

Stimme beim kurzfristigen Ziel 100% zu. Jetzt (2019!) ist das Jahr, um Carbon-Pricing durchzusetzen (durch Besteuerung oder Emissionszertifikate). Das sollten wir jedenfalls drin haben.

Das langfristige Ziel kann man im Volksbegehren erwähnen, aber da würde ich aus taktischen Gründen vage bleiben, um den Politikern klar zu machen, dass die Carbon Tax unauweichlich ist

gottfired
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gottfired

Förderung von digitalen Meetings. Hier ist auch noch viel Forschungsarbeit zu tun, gleichzeitig auch die Chance sich als Vorreiter zu positionieren. Skype Video Konferenzen sind noch relativ unzuverlässig. Fix installierte Remote-Meetingräume (z.B. via Cisco Telepresence) sollten staatlich gefördert werden, um unnötige Reisekilometer für ein einzelnes Meeting zu verhindern.

Transition
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Transition

Die zugrundeliegenden Prinzipien unserer Wirtschaftsweise müssen sich ändern. Gemeinwohl sollte z.B. als entscheidenes Bewertungskriterium für wirtschaftliches Handeln eingeführt werden und die kurzfristige (Geld-)Profitmaximierung ablösen. Die Prinzipien der Permakultur fassen gut zusammen, wie ein Wirtschaften funktioniert, bei dem am der maximale Nutzen FÜR ALLE rauskommt 🙂 https://de.wikipedia.org/wiki/Permakultur#Leits%C3%A4tze Sollte unbedingt in Wirtschafts-Studiengängen gelehrt werden!

monika
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monika

Weg vom Wirtschaftswachstum, hin zum Recycling und Reduktion von Verbrauchsgütern. Prioritätensetzung für die Industrie CO2sparende Methoden anzuwenden durch Vorschriften und Besteuerung.

Philipp
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Philipp

Globalisierung und Technisierung machen es uns zwar leichter, an exotische oder spezielle Güter aus aller Welt zu kommen, doch extrem viele Produkte müssten nicht importiert werden. Würden wir lokaler wirtschaften und konsumieren, wären sowohl das Problem der Produktion unter umweltschädigenden Rahmenbedingungen abgemildert als auch die Transportwege reduziert. Freihandelsabkommen und günstige Transportmöglichkeiten stehen dem jedoch entgegen! Hier könnte man ansetzen.

dasE0
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dasE0

Stimmt. Ethischer und sinnvoller Welthandel, statt (Frei)Handel um jeden Preis.

Renate
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Renate

eine CO² Steuer oder ähnliches (Basis Lebenszyklusanalyse und ökologischer Fußabdruck auf den gesamten Herstellprozess) auch auf importierte Waren als Art Zoll würde die Produkte aus Übersee teurer machen und die lokale Wirtschaft fördern.
Alternativ: unsere strengen CO² Vorgaben sollten für die produzierenden Unternehmen nicht nur im Inland gelten sondern weltweit und für vorgelagerte Lieferanten genauso;

dasE0
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dasE0

Wenn wir wollen, dass auch die nachfolgenden Generationen noch einen lebenswerten Planeten vorfinden sollten, dann müssen wir uns vom Dogma des ständigen Wirtschaftswachstums entfernen. Ein ewiges Wachstum auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen ist nicht möglich!

Es gibt alternative Ansätze, welche die Rahmenbedingungen eines nachhaltigen Systems bilden können: Gemeinwohl-Ökonomie, Doughnut Economics, Postwachstumsökonomie, (Kreislaufwirtschaft, Cradle to Cradle) usw.

Rene
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Rene

Alternativen zum BIP
Förderung von F&E in der energieintensiven Industrie
Bioökonomie
Ökosteuer, CO2-Mindestpreis

dasE0
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dasE0

Alternativen zum BIP sind vorhanden, müssen nur einen wesentlich höheren Stellenwert einnehmen: Bruttonationalglück, Gemeinwohl-Produkt usw.

Renate
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Renate

in der Novelle zum EnergieEffizienzGesetz sollten auch Unternehmen und KMUs zu Energiemaßnahmen gezwungen werden, nicht nur die Energielieferanten, die ihre Maßnahmen billig am Markt kaufen. Alternativ sollte der Preis für die Maßnahmen höher festgelegt werden. Im Moment investieren Unternehmen nicht in Energiesparmaßnahmen, da der Vorteil zu gering ist. Hängt auch am zu niedrigen Strompreis.

leobard
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leobard

“hängt am zu niedrigen Strompreis” ist der Schlüssel zum Energiesparen. Der Strompreis aus fossilen Energieträgern enthält einfach nicht die Haftung für Folgekosten und Folgeschäden.

matthiaslinhart
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matthiaslinhart

1.) CO2-Steuer auf alle Güter des täglichen Lebens; Verwendung der Einnahmen zur Finanzierung des Staatshaushaltes, Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung von klimawandelbedingten Schäden
2.) Arbeitsgruppe aus der Wissenschaft, die sich mit Wirtschaftsmodellen beschäftigt, die ohne ständiges Wachstum auskommen (den Punkt des “nachhaltigen Wachstums” haben Industrienationen schon weit überschritten!)

Renate
Mitglied
Renate

Neben einem verpflichtenden Nachhaltigkeitsbericht sollten alle großen Unternehmen eine integrierte NAMEA vorweisen und veröffentlichen. Diese zeigt die externen Umwelt- und Sozialkosten eines Betriebes auf und verbindet sie mit ökonomischen Daten. (NAMEA = National Accounting Matrix including Environmental Accounts)
Vereinfachte Umweltkennzahlen auch für KMUs vorschreiben.

sabagrau
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sabagrau

Der Weg zu einer gerechten, klimaneutralen Gesellschaft führt nicht über schüchterne Einsparungen und Förderungen da und dort: das ist alles Flickwerk, und spätestens 2030 ist man am Ende der Fahenenstange bei dem “weiter-wie-bisher-bloß-a-bissale-anders”. Mit den “leichten” Übungen anzufangen, führt in die Sackgasse. Was wir brauchen, ist ein mutiges Szenario für ein klimaneutrales und sozial gerechtes Österreich 2050. Um dann von dort aus die Transformationspfade in die Wege zu leiten.

founder
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founder

Es besteht die Gefahr eines thermischen Runaways. 21,79 Millionen Quadratkilometer auftauender Permafrost kann gigantische Mengen an Treibhausgasen frei setzen. Dagegen hilft nicht -100% CO2 Emission aus fossiler Verbrennung, dagegen hilft nur eine Planetensanierung, CO2 aus der Atmosphäre filtern und in C und O spalten, bis wir wieder auf 280 ppm sind. Dafür brauchen wir 3 mal mehr Weltwirtschaft in 20 Jahren https://Boom.PEGE.org/

Hope
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Hope

Massentierhaltungen müssen verboten werden. Sie sind die klimaschädlichsten Betriebe, die man sich nur vorstellen kann. Ganz zu schweigen vom enormen Tierleid, das dort verursacht wird.

Georg_K
Mitglied
Georg_K

Ich bin für ein Erneuerbaren-Ausbaugesetz mit einer variablen Marktprämie auf den Strompreis und bei der Windkraftnutzung zum besseren zeitlichen Ausgleich der Stromversorgung eine stärkere Verteilung auf die Bundesländer. Für das Ziel 100% Erneuerbare beim Strom muss es einen klaren Zielpfad geben.

ChristinaAmann
Mitglied
ChristinaAmann

Es passt leider nirgendwo dazu, deshalb schreibe ich Nachfolgendes hier, weil die Auswirkungen auf die Wirtschaft wohl am Stärksten sein würden:
Wir sind zu viele Menschen auf dieser Welt. Auch die Bevölkerung von Österreich steigt seit Anbeginn der Aufzeichnungen stetig an. Man sollte versuchen, die Bevölkerung in Österreich nicht mehr wachsen zu lassen. Weniger Menschen bedeutet auch weniger CO2.

hmelion
Mitglied
hmelion

Das Problem ist (zumindest nicht bei uns) nicht das Anwachsen der Bevölkerung, sondern das Anwachsen von deren vermeintlichen Bedürfnissen.

Wilma
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Wilma

●Atomenergie ist NICHT klimafreundlich.
●Digitalisierung darf nicht Atomstrom-abhängig machen.
●Jede Digitalisierung darf Realpolitik vor Ort nicht unterwandern.
●Digitalisierung dürfen keine Zeiträuber sein und nicht allein gratis ausgenützt werden.Jeder Digitalisierungsbeitrag soll auch Kapital demjenigen bringen, der ins System mit ZEIT einzahlt.

EvaS
Mitglied
EvaS

Imperiale Lebensweise aufgeben! wir brauchen faire Arbeitsbedingungen in der Wirtschaft, also kein Auslagern in Billiglohnländer, keine Skalverei bei Erntehelfern…….auch in unseren EU Ländern werden die Arbeitsgesetze nicht eingehalten.

MartinM
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MartinM

Ziel des Volksbegehrens sollte es sein die Bundesregierung und Parlamentsparteien davon zu überzeugen, 2019 eine Volksabstimmung abzuhalten, die den Totalausstieg Österreichs bis 2040 aus Öl, Gas und Kohle zum Ziel hat. Es soll ein Bürgerrat gebildet werden, dessen Ergebnisse in dieser Volksabstimmung entschieden werden.

Klaus.Pahlich
Mitglied
Klaus.Pahlich

Die Digitalisierung der Arbeitswelt wird auch in Österreich früher oder später zu einem Verlust unzähliger Arbeitplätze führen. Diese arbeitslosen Menschen werden nur mit einem bedingunslosen Grundeinkommen ruhiggestellt werden können. Mit Lehren, Schulungen und Umschichtung der Menschen in Dienstleistungsberufe wird dem Begegnet werden können. Forschungsförderung für den Ausbau und Verbesserung der Speichermedien und der Robotik, wird helfen CO2-Ausstoß in den Griff zu bekommen.

Cloud
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Cloud

Förderung des Dienstleistungssektors für Reparaturen;
Regionale nachhaltige Produktion fördern: höhere Qualität, längere Lebensdauer;
Firmen fördern, die Online-Meetings statt Flug- und Autoreisen forcieren;

Sarah
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Sarah

“Wirtschaft oder Ökonomie ist die Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Befriedigung der Bedürfnisse dienen. ” Wikipedia
Bedürfnisorientiert viele Bereiche schaffen, die GELDFREI und TAUSCHLOGIKFREI funktionieren. Das stärkt die Gemeinschaften, in denen wir leben, verbessert die Lebensqualität. All das führt zu einer Verbesserung des Klimas.
Näheres: Friederike Habermann, “Ausgetauscht !”
https://www.heyn.at/list?cat=&quick=friederike+habermann+tauschlogikfrei

Manuela72
Mitglied
Manuela72

Jeder Österreicher bekommt am Anfang des Jahres einen CO2-Polster, den er im Laufe des Jahres aufbrauchen darf. Bei jedem Produkt, jeder Dienstleistung steht die CO2-Menge dabei, zB auf jedem Flugticket, etc. Er darf sein CO2 verbrauchen, wofür es ihm wichtig ist. Nicht der Preis ist das Regulativ, sondern die CO2-Belastung der Umwelt. Soll Bewußtsein schaffen, was wieviel CO2 verbraucht. Will/muss man mehr verbrauchen, muss man bezahlen oder wird bestraft, verbraucht man weniger, ..

Bettina
Mitglied
Bettina

Auf öffentlichen Plätzen in jeder Gemeinde könnte klarer kommuniziert werden wieviel CO2 schon emittiert wurde – in Österreich, in Europa und weltweit und wieviel theoretisch noch zur Verfügung steht (bzw. eben nicht mehr) um hoffentlich so weiter zur Bewusstseinsbildung beizutragen.