(Be-)steuern

Sprecher: Wolfram Proksch

Das Steuersystem bestimmt, wie wir handeln. Es steuert unsere Entscheidungen. Hohe Steuern auf Arbeit bedeuten geringere Anreize, Beschäftigte einzustellen. Niedrige Steuern auf CO2 und Ressourcenverbrauch befeuern hingegen die Klimakatastrophe. Das Steuersystem muss an die Herausforderungen unserer Zeit angepasst werden und Verhalten, das günstig für die Umwelt ist, belohnen; Ressourcenverbraucher hingegen stärker in die Pflicht nehmen.

Rede mit! Wie kann die Politik das Steuersystem gestalten, damit es die Klimakatastrophe nicht weiter anheizt?
Bis zum 15.2. war es möglich, Stellungnahmen abzugeben. Alle Beiträge fließen in die beiden Klimakonferenzen am 9. März in Wien und am 23. März in Salzburg ein. zur Anmeldung 
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Joe
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Joe

2 Ideen meinerseits:
– Senkung des MWSt.-Satzes auf Reparaturen. Ziel: Attraktivierung von Reparaturen allgemein, insbesondere von Elektronik.
– Gesonderte Besteuerung von Einweg-Produkten un Verpackungen

klemenshanslik
Mitglied
klemenshanslik

Theoretisch würde das Senken der Umsatzsteuer auf Reparaturen den Dienstleistungssektor ankurbeln, Arbeit schaffen und so die Steuereinnahmen unter dem Strich vielleicht sogar erhöhen!?
Winwin Situation!?
Meiner Meinung nach eine Idee die unbedingt geprüft werden muss.
Genial Joe.

nachtfalter
Mitglied
nachtfalter

sehr gute Idee!

Transition
Mitglied
Transition

Externe Kosten (Kosten die an Umwelt und Ressourcen entstehen, für die aber kein Preis verlangt wird und die in Folge von der Gesellschaft getragen werden, wie z.B. Wasserverschmutzung, Luftverschmutzung, Bodenerosion, etc.) sollten internalisiert werden. Der Verursacher muss für diese Kosten direkt aufkommen. Dies kann z.B. über eine Umweltsteuer geregelt werden. Nachhaltige Produkte werden dadurch im Vergleich günstiger und können niedriger besteurt werden.

Wolfram
Mitglied
Wolfram

Absolut! Es gilt externe Effekte (nicht nur im ökologischen Fokus) einzupreisen um Produzenten wie Konsumenten erfahrbar zu machen (zumindest über die Geldbörse), welchen Schaden es verursacht unsere etablierten Komfortzonen aufrecht zu erhalten. Neue, vermeintlich umweltschonendere Produkte hätten evtl. eine schlechtere Umweltbilanz als alte Produkte, welche durch Pflege – Wertschätzung und langen Gebrauch, die für sie aufgewandten Ressourcen effektiver nutzen.

Paul_Dietl
Mitglied
Paul_Dietl

Es ist eigentlich sehr einfach: Wirtschaftswissenschaftler, die sich auskennen (zb Gernot Wagner in von den Fin.Times ausgezeichnetes Buch) sagen klar: das effektivste Mittel ist eine CO2 Steuer von MINDESTENS 40 €/t C02, siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Steuer.
In Managementkreisen würde man sagen: JUST DO IT! So auch A Guterres in seiner Brandrede vor der UNO
(https://www.un.org/sg/en/content/sg/statement/2018-09-10/secretary-generals-remarks-climate-change-delivered

Cloud
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Cloud

Überlegenswert! Siehe am Beispiel Schwedens.

Bedenken:
1. Könnte eine CO2 Steuer in Österreich nicht das Problem in andere Länder verlagern? Also CO2 Outsourcing: Vormals österreichische Firmen siedeln sich im Ausland an und exportieren nach Österreich?
2. Wie kann man verhindern, dass Unternehmen die Kosten an die Konsumenten abwälzen? Weitere Folge: Konsumenten lassen sich dann die Produkte (noch lieber) über die halbe Welt schiffen, weil es billiger kommt?

nachtfalter
Mitglied
nachtfalter

Der Konsument zahlt immer die Kosten. Das Problem bei der Externalisierung der Kosten ist ja, dass das Produkt zu unrecht billiger und damit konkurrenzfähiger wird. Die Kosten für ökologisch unverträgliche Produkte müssen aber steigen, damit ökologisch verträgliche Produkte konkurrenzfähig werden.
Bsp: Plastik-Wäschekorb kostet 10,– Eur, ist schnell kaputt, Abfall; Weidenkorb kostet ca. 80 Eur, hält ewig, kein Abfallproblem: kann kompostiert oder verheizt werden.

leobard
Mitglied
leobard

Folgeschäden des CO2 Ausstoßes realistisch bepreisen durch eine realistische CO2 Steuer.
Folgeschäden des Klimawandels sind: halb Afrika wird unbewohnbar, der steigende Meeresspiegel zerstört Küstenstädte und Inseln – Billiardenschäden.

CO2 Steuer ist die beste Maßnahme des Steuer-Bereiches weil
– bereits global etabliert durch den Zertifikate-Handel
– deshalb verständlich für die Massenmedien

Alle anderen Vorschläge hier sollten wir echt nicht bringen.

Kendra
Mitglied
Kendra

Co2 Steuer ist gut und wünschenswert, aber das sind andere Vorschläge hier auch.
Ich finde es wichtig an mehreren Fronten zu arbeiten, aber miteinander, nicht alleine.
Eine Verknüpfung der einzelnen Vorschläge wäre wichtig, damit sie als eine funktionierende Einheit in das bestehende System integriert werden kann.
Man darf nicht zu besserwisserisch rüberkommen, die Leute sollen ja dafür sein und sig nicht belehrt fühlen. Das kann abschrecken.

monika
Mitglied
monika

Arbeistkraft entlasten und fossile Energie belasten. Und übrigens brauchen wir auch ein Europaweites Klimavolksbegehren.

Wolfram
Mitglied
Wolfram

Wohl besser noch ein weltweites!

leobard
Mitglied
leobard

Das ist eine Super MESSAGE! Das sollten wir als Slogan verwenden. Dann mit CO2 Steuer/teureren CO2 Zertifikaten ins Detail gehen. Das verstehen die Leute.

Zum Thema “Arbeitskraft entlasten” sollten wir schwammig bleiben, um der Regierung Spielraum zu geben, wie sie das umsetzt. Wenn wir das zu sehr ausdefinieren, kommen wir vielleicht in einen öden Rechts/Links Konflikt, der vom Thema Klima ablenkt. Diese taktische Falle sollten wir eben vermeiden.

rwambacher
Mitglied
rwambacher

Besteuerung von fossilen Energieträgern mit mindestens den ECHTEN Folgekosten.
M.E. würde dies bereits als massiver Beschleuniger Richtung (günstige) regenerative Energie wirken, da die fossilen Energien damit völlig uninteressant würden.
Kann aber nur im (europaweiten/weltweiten) Verbund funktionieren. (Das Problem ist ja auch global….)

leobard
Mitglied
leobard

Gute Idee. Würde das mit einer CO2 Steuer funktionieren? Es gibt Tabellen, die zu jedem Fossilen Energieträger die CO2 Emissionen angeben. Wenn man es auf “Tonne CO2 durch diesen fossilen Energieträger” umlegt, kann man mit einem Gesetz alle problematischen Energieträger auf einmal abbilden, was die Umsetzung erleichtert (die Forderung wird “realistischer”)

Klimax
Mitglied
Klimax

Erdölprodukte müssen höher besteuert werden. Gleichzeitig sollte mehr Geld für die Forschung und Entwicklung umweltschonender Alternativen bereitgestellt werden.

michael_e
Mitglied
michael_e

Die Mehrwertsteuer sollte zu 100% durch eine Umweltsteuer ersetzt werden. Da gibt es natürlich sehr viele Details zu diskutieren, aber zumindest könnte das die Grundidee sein.

ThomasBecker
Mitglied
ThomasBecker

Würde damit nicht der Konsum weiter befördert? Unsere Kauf- und Wegwerfgesellschaft ist eine Ursache für den Klimawandel. Man könnte auch Steuern auf Arbeit senken und stattdessen Umweltsteuern hinaufsetzen. Hätte wohl einen besseren Lenkungseffekt.

michael_e
Mitglied
michael_e

Grundsätzlich könnte man auch andere Steuern durch eine Umwelt- bzw. Klima-/CO2-Steuer ersetzen. Die Mehrwertsteuer finde ich dafür besonders gut geeignet, weil es sich hier um eine Konsumsteuer handelt (ähnlich wie es ja auch eine Umweltsteuer wäre – dadurch würde ja der Konsum klimaschädlicher Waren teurer). Die Steuern auf Arbeit haben ja auch einen ausgleichenden Effekt zwischen Viel- und Wenigverdienern, deshalb haben diese aus meiner Sicht nach wie vor ihre Berechtigung.

Rosti
Mitglied
Rosti

Finde diese Idee sehr gut! bin bereits am überlegen was damit alles möglich wäre
– Aktuell werden enorme Summen investiert in die Logistik, hier geht der Trend klar zu großen Verteilungszentren welche sich auch noch untereinander mittels LKW austauschen. Wenn hier in kleineren Einheiten gedacht werden muss (da sonst die Steuern zu werden würden) Könnte das auch für kleine Betriebe wieder einen Aufschwung bedeuten.
– Aufeinmal ist die Karotte vom lokalen Bauern günstiger als die aus dem Ausland.

Transition
Mitglied
Transition

Durch die Einführung einer Umweltsteuer kann der Konsum von umweltschädlichen hin zu umweltfreundlichen Produkten gelenkt werden. Ein MUSS für eine enkelfreundliche Politik!!

leobard
Mitglied
leobard

Gute Idee – ABER zu radikal. Das würde zu Ablehnung des Volksbegehrens führen, Leute würden sich daran stoßen und wegen dieser Forderung das ganze nicht unterschreiben. Darum: ich bin dagegen, diese Forderung aufzunehmen.

nachtfalter
Mitglied
nachtfalter

Die Abkürzung USt könnte bleiben 😉

dasE0
Mitglied
dasE0

Öko-soziale Steuerreform:

Entlastung des Faktors Arbeit und Erhöhung der Steuer auf umweltschädliches Verhalten von Unternehmen und umweltschädlichen Produkten (Gemeinwohl-Ökonomie)

z.B.: Regionale, biologische Nahrungsmittel müssen günstiger sein, als mit Pestiziden behandelte Produkte, welche 1.000e km weit mit Schweröl betriebenen Frachtschiffen und Diesel-LKWs angeliefert werden.

Cloud
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Cloud

Ja! Bio & regionale Lebensmittel müssen günstiger werden gegenüber konventionellen & importierten Lebensmittel. Wiederum ein Gewinn für den heimischen Bauern – und das muss auch genau so kommuniziert werden!

leobard
Mitglied
leobard

Hat mit Klimawandel nur indirekt zu tun und ist sehr schwer gesetzlich umzusetzen – diese Forderung wird schwer in Massenmedien transportierbar sein, weil nicht mal wir uns rasch einigen können werden, wie genau ein Gesetzesentwurf auszusehen hat. Bin deshalb dagegen, das könnte uns das Volksbegehren “verwässern” und Leute abhalten, zu unterschreiben.

Rene
Mitglied
Rene

umweltschädliche Subventionen abschaffen, umweltschädliches Verhalten mit Steuern bestraffen
Ökosteuer und CO2-Mindestpreis einführen
Ressourcensteuer einführen

hmelion
Mitglied
hmelion

Dieselprivileg abschaffen, Flugbenzin, Flughäfen und LKW- Transporte (auch Klein-LKWs) besteuern. Mehrwertsteuersatz für Fernreisen, Kreuzfahrten und (echte) Luxusartikel drastisch erhöhen. Erbschafts- und Schenkungssteuern mit vernünftigen Freigrenzen (sodass 80% der Fälle nicht betroffen werden) zur Finanzierung von Umweltschutzmaßnahmen. Hohe Besteuerung von PKWs (auch Elektroautos) ab einem bestimmten Leergewicht (z.B. 1400kg) und einer bestimmten Leistung (z.B. 120 PS)

leobard
Mitglied
leobard

KEROSIN besteuern – das ist der wichtigste Punkt in den Vorschlägen.

Das Thema Erbschaftssteuer ist ein rotes Tuch. Wenn wir das reinnehmen, riskieren wir, das 50% der Wähler gegen unser Volksbegehren sind. Das dürfen wir keinesfalls reinnehmen, das wäre politisch sehr dumm (eine offene Falle in die wir laufen würden)

leobard
Mitglied
leobard

Das meiste dieses Vorschlages wäre durch eine CO2 Steuer auf alle fossilen Energieträger abgedeckt, direkt oder indirekt. Aber das mit dem Kerosin ist essentiell, das müssen wir aufnehmen. CO2 Steuer auf Kerosin, Steuer auf Kerosin

sabagrau
Mitglied
sabagrau

Das Volksbegehren sollte so wenig Einzelforderungen wie möglich haben – am besten wäre EINE klare zentrale Forderung (dem Frauenvolksbegehren haben die vielen Einzelpunkte geschadet, weil viele Leute bei der einen oder anderen Forderung nicht einverstanden waren und daher das Gesamtpaket nicht unterschreiben wollten). – Was hätte die EINE Forderung, zb. das 1,5-Grad-Ziel im Verfassungsrang, für Konsequenzen? zb. muss bei allen Gesetzesvorlagen nachgewiesen werden, dass sie verfassungsgemäß sind.

michael_e
Mitglied
michael_e

Das finde ich einen sehr wichtigen Hinweis, stimme absolut zu. Aus meiner Sicht sollten es diese beiden Punkte sein: (1) Verfassungsrang für Klimaschutz (Details tbd) und (2) aufkommensneutrale, hohe Umwelt-/CO2-Steuern (z.B. Ersatz für die Mehrwertsteuer). Was m.E. nichts bringen wird: Sich in diesem Volksbegehren mit Rufen nach diversen Fördermaßnahmen zu verzetteln.

leobard
Mitglied
leobard

Völlig richtig! Konzentration auf eine no-na-ned Forderung die die Zustimmung der Mehrheit der ÖsterreicherInnen findet.

Nicht verwässern durch Politische Fettnäpfchen oder polarisiernde Forderungen die bei einem Teil der Wähler zu Ablehnung führen. Wenn eine Nebenforderung 10% Ablehnung hat, werden diese 10% deshalb die Hauptforderung (CO2 Reduktion) auch nicht unterschreiben. Haben wir 5 solche Nebenforderungen drin, verlieren wir 50% (überspitzt gerechnet, unabhängige Wahrscheinlkeiten).

Mahuuu
Mitglied
Mahuuu

Eine Steuer auf Verpackungen, die dem Gewicht und der Recyclingfähigkeit der verwendeten Materialien angepasst wird. Das würde zwar die Kunden treffen aber durch den Wettbewerbsvorteil würde Verpackungsmaterial eingespart werden. Die geringere Verpackung würde Ressourcen schonen, Transportgewicht einsparen und die Müllproduktion verringern.

gottfired
Mitglied
gottfired

Höhere Besteuerung von z.B. Lebensmitteltransport. Muss mit gleichzeitiger Förderung von Firmen mit CO2 neutralem Transport einhergehen (Gütesiegel?). Konsumenten steigen auf die Barrikaden, wenn etwas teurer wird. Dh. muss in Summe das Preisniveau gleich bleiben.

hmelion
Mitglied
hmelion

Wenn wir unseren Ressourcen- und Energieverbrauch, unseren Konsum, senken wollen, geht das mit gleichbleibendem Preisniveau nicht zusammen. Umweltsteuern werden daher auf die Prouktpreise umgelegt werden müssen. Dafür könnten die Steuern auf Arbeit reduziert werden.

Bettina
Mitglied
Bettina

Vorgaben schaffen die Einwegplastikverpackungen eindämmen, entweder über Verbite oder über Besteuerung.
Muss darüber hinaus wirklich böse. jeder Eierkartin einmal verwendet und dann weggeschmissen werden? Gibt es keune bessere Lösung alles Shampoos, Waschmittel, Putzmittel unddergleichen in Einwegpkastik zu füllen? DM geht jetzt versuchsweise erst Schritte mit einer Abfüllstation für Waschmittel – bitte seitens des Staates solxhe Massnahmen fördern bzw vorgeben.

leobard
Mitglied
leobard

Verpackungen zerstören zwar die Meere, aber nicht das Klima. Auch wenn die Idee gut ist, da brauchen wir nix fordern, das lenkt nur ab und irgendwer wird sich daran stören. Lieber beim Thema CO2 und Klima bleiben. Das MÜSSEN wir jetzt lösen. Die Meere können wir (so dumm es ist) noch ein paar Jahre verschmutzen, da ist die Katastrophe nicht so schlimm wie die Klimakrise. Da lieber ein eigenes Volksbegehren zu diesem Zweck später starten als jetzt dieses wichtige hier verwässern

samson
Mitglied
samson

Klimaschädliche Produkte höher besteuern. Z.B. Treibstoffe, Plastik, Fleisch, Kilometerabhängige Besteuerung von Konsumartikeln,..

sabagrau
Mitglied
sabagrau

Es gibt bereits seit einiger Zeit einen Vorschlag: http://www.wege-aus-der-krise.at/zukunftsbudget.html

Manuela
Mitglied
Manuela

Auf alle Fälle auch Fleisch, insbesondere Rindfleisch, sowie auch Kuhmilch höher besteuern, da genau diese tierischen Produkte den Methangas-Ausstoss fördern, welches 25x klimaschädlicher als CO2 ist!! Fleisch- und Milchprodukte fördern ebenso Lachgas, welches sogar 298x schädlicher als CO2 ist! Hinzu kommt noch die Überdüngung des Bodens durch Gülle und Stickstoff Dünger , welche Todeszonen im Meer/Wasser bilden! Pflanzliche Alternativen müssen günstiger als das tierische Produkt werden!!

MichaelPraschma
Mitglied
MichaelPraschma

Vorrangig sollten Steuererleichterungen (oder gar Förderungen) für Technologien, die klimaschädliche Effekte haben, gestrichen werden, z. B. steuerbefreites Kerosin. Steuererhöhungen sollten dort eingesetzt werden, wo kein breiter Widerstand zu erwarten ist, um einen “Gelbwesteneffekt” zu vermeiden, bzw. sollten sie sozial differenziert werden.

Ernst
Mitglied
Ernst

Ich glaube, das Volksbegehren wird krachend scheitern, (a) wenn es sich in vielen Einzelforderungen verzettelt und (b) wenn es in der Haltung von Verboten und Eingriffen in die individuelle Freiheit daherkommt. Der Text sollte sich konzentrieren auf max. 3 zentrale Forderungen, z.B. Ziel bei der Reduktion der Treibhausgase von Zero Emissions bis Mitte des Jahrhunderts, über das Mittel wirksamer CO2-Preis-Mechanismen im Rahmen einer sozial-ökologischen Steuerreform.

heko
Mitglied
heko

Höhere Besteuerung von Wegwerfprodukten und Fleischprodukten

Georg.Hanisch
Mitglied
Georg.Hanisch

Ökosoziale Steuerreform.
Hier sollte man direkt das Konzept von Bruno Rossmann übernehmen, der schon lange dafür eintritt.
Beim “knackig formulieren” muss man darauf achten, dass das Soziale stark betont wird, es also klar wird, dass sich dadurch für sozial und ökonomisch schwache Personen einiges verbessern würde.

Thesycamore
Mitglied
Thesycamore

Co2 Beratung und Monitoring für jeden Haushalt mit Analyse des Heiz- Mobilitäts- und Konsumverhaltens.
Verbesserungsmassnahmen erarbeiten, die innerhalb eines gewissen Zeitraumes umzusetzen sind bzw Empfehlungen für jene Bereiche die schwer nachzuvollziehen sind (Konsum/Ernährung)

Steuerbonus je nach individueller Einsparung

Sanne
Mitglied
Sanne

Eine Steuer auf Kerosion wäre allerhöchste Zeit! Es kann nicht sein, dass es günstiger ist mit dem Flugzeug nach Italien zu fliegen, als den Zug zu nehmen. Weiters sollte die Steuer auf Arbeit gesenkt werden und dafür alle Finanzgeschäfte, Spekulationen etc. höher besteuert werden. Außerdem dürfen z.B. große Firmen keine Steuererlässe bekommen.

Dominik
Mitglied
Dominik

Eine Entkoppelung der Steuern von wieder verwendbaren, bzw. erneuerbaren Produkten und Einwegprodukten. Sei es Energie, Verpackung, etc.

parncutt
Mitglied
parncutt

Hauptsache: die indirekte Subventionierung der Fossilindustrie beenden! Gleichzeitig CO2 besteuern. Zu diesem Zweck eine internationale Vereinbarung für Linienflüge anstreben. Privatflugzeuge sowieso. AutofahrerInnen mit kleinem Einkommen dürfen nicht unter die Räder kommen: um das zu vermeiden gibt es unterschiedliche Modelle.

Wilma
Mitglied
Wilma

Hautsächlich würde ich Spekulationen besteuern, die den Klimawandel , Gen-Pestizid-Landwirtschaftsgewinne vorantreiben, wie Krieg, Rüstung und Wucherpreise bei konventionelle Lebensmittel.(Wasserbrauch in der Holzindustrie).
Alle die spekulieren, können es sich leisten, eine Klima-Abgabe abzugeben.
Daß Bürgertum,daß nicht spekulieren kann muß vor Klimasteuern verschont bleiben.

Wolfram
Mitglied
Wolfram

Eine massive Besteuerung von nicht existentiellem Konsumverhalten. Ziel ist es unsere Lebensgrundlagen zu erhalten, gesunde Nahrung, nachhaltige Energie, gesunder Wohnraum, ökologisch verträgliche Infrastrukturen usw. Jeder ungezügelte und zwanghafte Mehrkonsum von Kleidung, Elektronik, Reisen und weiteren Prestigeobjekten sollte drastisch sanktioniert werden. Anfallende Einnahmen werden reinvestiert in die Sparten der Lebensgrundlagen um diese weiter zu verbessern (sozioökologisch).

Robert
Mitglied
Robert

Ich würde es sehr sinnvoll finden wenn es eine Einheitspension geben würde. ZB €1500,-, egal wie viel jemand früher verdient hat. Die wirklich gut Verdienenden, haben sich bis dahin ohne dies alles geschaffen, was sie brauchen und die schlecht Verdienenden haben wenigstes in der Pension ein leichteres Leben. Nimmt vielleicht ein wenig Druck aus dem zwanghaften Wachstumswahnsinn.

8zweigelt
Mitglied
8zweigelt

Seit vielen Jahren wird von ökosozialer Marktwirtschaft gesprochen, besonders in Österreich. Ökologische Steuerreformen finden sich in vielen vergangenen Regierungserklärungen und ? Bahnfahren wird teurer, Diesel wird gestützt, Vielflieger bekommen weitere Anreize, Kreuzfahrten sind eine der größten Emittenten, Arbeit ist über die Lohnsteuer immer noch hoch belastet und Umweltauswirkungen (Pestizideinsatz, Straßenbau, Flächenverbrauch insgesamt mit etwa 12 ha pro Tag aktuell) sind begünstigt

gabrieletupy
Mitglied
gabrieletupy

Besteuerung von Ressourcenverbrauch anstatt Arbeit.
Reizvoll wäre: Jede / jeder hat ein bestimmtes CO2 Kontingent pro Jahr zur Verfügung, mit dem sie / er auskommen muss. Wofür sie / er es einsetzt ist jeder / jedem überlassen ;-).

MartinM
Mitglied
MartinM

Ich glaube es kann nicht darum gehen ca. 24 Einzelforderungen zu erheben. Ziel des Volksbegehrens sollte es sein die Bundesregierung und Parlamentsparteien davon zu überzeugen, 2019 eine Volksabstimmung abzuhalten, die den Totalausstieg Österreichs bis 2040 aus Öl, Gas und Kohle zum Ziel hat. Es soll ein Bürgerrat gebildet werden, dessen Ergebnisse in dieser Volksabstimmung entschieden werden.

Cloud
Mitglied
Cloud

Steuern auf unbewohnte Immobilien! Nur so kann verhindert werden, dass immer neue Landfläche bebaut wird & Ressourcen können geschont werden.

Klaus.Pahlich
Mitglied
Klaus.Pahlich

Transporte, die nicht mittels Bahn erfolgen, hoch besteuern, die Bahntransporte steuerlich entlasten. Zubringerdienste in Städten nur mit E-Mobilität durchführen, sonst erhebliche Strafgebühren einführen. Diesel, Kerosin und Benzin hoch besteuern. Resourcenverbrauch stark besteuern.

Klaus.Pahlich
Mitglied
Klaus.Pahlich

Steuern auf Arbeitsleistung einzuheben ist völlig ungerecht: Wer mehr arbeitet wird dadurch bestraft! Sozialabgaben hingegen sollten gleichbleibend von allen arbeitenden Menschen mit etwa 10% des Einkommens angesetzt werden. Mehrwertsteuer, die ja eine Verbrauchssteuer ist, soll entsprechend des Recourcenverbrauchs erhöht werden. Hier müssten auch Transportkosten für Kostenwahrheit bei Lebensmitteln eingepreist werden. Futtermitteleinfuhren aus Überseeländern sind hoch zu besteuern!

horstleitner
Mitglied
horstleitner

Eine CO2 Steuer sollte so rasch als möglich eingeführt werden. Auf einen sozialen Ausgleich ist zu achten. Klimaschädliche Subventionen sind zu streichen (Kerosin, Diesel, Pendlerpauschale). Auch hier ist auf sozial Schwächere zu achten. Positiv könnte sich auswirken, wenn die Steuerzahlenden zwischen einigen Optionen wählen könnten, wie ihr Steuergeld sinnstiftend wieder Verwendung findet.

horstleitner
Mitglied
horstleitner
leobard
Mitglied
leobard

Wir wünschen uns eine Besteuerung von CO2 Emissionen, die die Folgeschäden der Emissionen berücksichtigt. Diese Besteuerung muss sofort einsetzen und graduell bis 2025 eine Höhe erreichen, die den Einsatz fossiler Energieträger unwirtschaftlich macht.
Dafür nehmen wir unmittelbar höhere Kosten in Transport, Luftfahrt, Energie, Wärme in kauf. Durch die Emissions-Besteuerung wird indirekt die Innovation und das Investment in erneuerbare Energien gefördert.

nachtfalter
Mitglied
nachtfalter

Man sollte die Möglichkeiten der Mehrwertsteuer nützen, um heimische/lokale Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen, nachhaltig/bio, steuerlich zu entlasten und Produkte auf Erdölbasis oder aus nicht-ökologisch verträglicher Produktion, z.B. auch aus sog. “Billiglohnländern”, oder mit schwieriger Verwertbarkeit (Abfall) steuerlich unattraktiv zu machen. Auch eine “Maschinensteuer” macht Sinn, um Handwerk gegenüber energieintensiver industrieller Produktion konkurrenzfähig zu machen.

Kendra
Mitglied
Kendra

Auf jeden Fall sollten die Personen, die unterschreiben sollen, steuerlich (merkbar) entlastet werden, damit sie dafür stimmen. Niemand unterschreibt etwas, das seine Ausgaben erhöht, da kann der Zweck noch so gut sein.

Tom
Mitglied
Tom

Klimaverträglichkeitsprüfung für neue Gesetzesvorhaben.
Gesetze, die mehr CO2-Produktion bewirken, sollen nur mit 2/3-Mehrheit möglich sein UND dies auch nur dann, wenn mit einem anderen Gesetz zugleich eine mindestens ebenso hohe CO2-Einsparung bewirkt wird. Bestellung von partei- und wirtschafts-unabhängigen Expert*innen, die dies überwachen.

Klimaschoner
Mitglied
Klimaschoner

Wie schon mehrfach gesagt, wäre das Verhalten über CO2-Steuern der fossilen Brennstoffe zu beeinflussen, das deutlich, wie beim Modell Schweden, mit sozialen Ausgleichsmaßnahmen und Entlastung der Arbeit, auch Kerosin wäre einzubeziehen, wird allerdings Proteststurm auslösen. Landwirtschaft unbedingt entlasten. Reparieren begünstigen. Maßnahmen gegen Verpackungen, Bodenversiegelung, schlechte Bodenbearbeitung nicht mit Steuern, das verwirrt nur, daher nicht in dieser Gruppe zu diskutieren.

Heidrun
Mitglied
Heidrun

Benzin und Diesel, private KFZs höher besteuern, mit dem Geld Öffis und Radnetze ausbauen

Wolfram
Mitglied
Wolfram

Ein Problem hierbei, könnte sein, dass dieser Vorschlag zu lasten finanziell schlechter Gestellter und in ländlichen Regionen Ansässigen ginge.Die Vermeidung dieser Steuer kann eine urban wohlsituierte Person besser erlangen als bspw. eine alleinerziehende, am Land lebende Person, welche zudem auf ihren Privat-Pkw, allein aus Broterwerbsgründen, stärker angewiesen wäre. Eine evtl. daraus resultierende Flut an Elektrofahrzeugen, würde die Wirtschaft zwar freuen, die Umweltbilanz jedoch weniger..

Cloud
Mitglied
Cloud

Sehe das genauso wie Wolfram. Öffis und Radnetze ausbauen -> UNBEDINGT NOTWENDIG! Aber Österreich hat noch nicht die Infrastruktur, um PKWs zu vermeiden – in Wien schon, aber nicht am Land! Sogar die Landeshauptstädte haben schlechte Öffi-Netze. Diese Forderung würde leider dazu führen, dass kein einziger Landbewohner das Klimavolksbegehren unterzeichnen würde, weil es sie enorm finanziell benachteiligt ohne eine sofortige Alternative anzubieten.

fuchsig
Mitglied
fuchsig

..und Abgaben, sollte das Kapitel heißen. Warum machen Autounfälle Arbeiten teuer? Verkehrsunfälle sollten von den Verursachern bzw. deren Versicherungen bezahlt werden, ausgenommen Radfahren (80 Cent G-Gewinn pro km – selbst wenn man Schadstoffinhalation einrechnet).
In DE fliesst MÖSt. auch in die Pensionskassen – immerhin gilt sitting in a car kills twice – d.h. Frühpensionen sind auch Folge von Bewegungsmangel…

Manuela
Mitglied
Manuela

Pflicht Filme dbzgl: Cowspiracy!!! Bzw. Hope for all, What the health

Marvinxox
Mitglied
Marvinxox

Man könnte Firmen dazu verpflichten, ihren CO2-Ausstoß zu neutralisieren (zB durch Investitionen in Aufforstungsprogramme, CO2-bindende Technologien, etc.) und jede Firma, die das nicht tut, muss pro Tonne CO2 eine Strafsteuer zahlen. Diese Steuer wäre dann Stufenweise an den Umsatz der Firma angepasst, damit „reichere“ Firmen gleichermaßen darunter leiden wie „ärmere“.
Man müsste halt die „Neutralisierung“ klar definieren und an den Ausstoß der jeweiligen Firma anpassen.

Ben
Mitglied
Ben

Produktivitätssteuer (besser gesagt Antiproduktivitätssteuer): Unternehemen die z.B: auf ihren Umsatz bezogen viele Arbeitnehmer beschäftigen, werden weniger besteuert, als Unternehmen die wenig Arbeitsplätze schaffen und hohe Umsätze und Gewinne produzieren.
Das schafft Arbeitsplätze, Produktionsknowhow fließt nicht ins Ausland ab, Transporte werden verringert, regionalität gestärkt und würde gleichzeitig eine Maschinensteuer oder Digitalsteuer beinhalten.

Manuela72
Mitglied
Manuela72

Jeder Österreicher bekommt am Anfang des Jahres einen CO2-Polster, den er im Laufe des Jahres aufbrauchen darf. Bei jedem Produkt, jeder Dienstleistung steht die CO2-Menge dabei, zB auf jedem Flugticket, etc. Er darf sein CO2 verbrauchen, wofür es ihm wichtig ist. Nicht der Preis ist das Regulativ, sondern die CO2-Belastung der Umwelt. Soll Bewußtsein schaffen, was wieviel CO2 verbraucht. Will/muss man mehr verbrauchen, muss man bezahlen oder wird bestraft, verbraucht man weniger, ..

leobard
Mitglied
leobard

Gute Idee, aber schwierig umzusetzen. Würde ich nicht ins Volksbegehren reinnehmen. Problematik daran ist die Frage der Firmen (VOEST, Gas-Kraftwerke) und wie dieses System mit den CO2 Zertifikaten die es schon gibt zu harmonisieren ist. Lieber auf CO2 Zertifikate/Steuern direkt setzen, da gibt es schon Systeme die funktionieren und die die Bevölkerung bereits versteht (und befürwortet)

founder
Mitglied
founder

Schlüssel ist eine aufkommensneutrale CO2-Steuerreform.
Arbeit leistbar machen – 160 EUR weniger Arbeitgeberbeitrag Sozialversicherung pro Monat,
Mehr Netto mehr Kaufkraft – 160 EUR weniger Arbeitnehmerbeitrag Sozialversicherung pro Monat.
Gegenfinanzierung als Motivation für Zukunftsinvestitionen: 200 EUR pro Tonne CO2 Steuer
https://Boom.PEGE.org/